Herausgeber:
Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V. (BKJR)

Für wen ist eine Reha sinnvoll?

Eine medizinische Kinder- und Jugendrehabilitation ermöglicht eine intensive, interdisziplinäre ganzheitliche Behandlung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher. Viele Ärztinnen und Ärzte begleiten ihre Patienten oft über viele Jahre und erkennen früh, wenn ambulante Maßnahmen allein nicht mehr ausreichen oder vom jungen Patienten zu wenig angenommen werden. Eine Kinder- und Jugendreha verbessert in den meisten Fällen die Krankheitsbewältigung, stärkt die Teilhabe am Alltag und unterstützt Familien nachhaltig – mit dem Ziel, langfristig Gesundheit, Entwicklung und Lebensqualität zu fördern sowie die Chance auf einen Schul- bzw. Ausbildungsabschluss zu erhöhen. Zudem kann eine Herausnahme aus dem gewohnten, evtl. konfliktbelasteten Umfeld und der Austausch mit anderen kranken Kindern kombiniert mit individuell abgestimmten Reha-Maßnahmen jungen Patienten neue Perspektiven eröffnen und deren Familien deutlich entlasten.

Für Kinder und Jugendliche mit folgenden Erkrankungen bzw. psychischen Auffälligkeiten kann eine Rehabilitation beantragt werden:

  • Abhängigkeitserkrankungen oder "schädlicher Gebrauch/Konsum"
  • Atemwegserkrankungen (z.B. Mukoviszidose, Asthma bronchiale)
  • Endokrine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (z.B. Adipositas, Diabetes mellitus)
  • Gastroenterologische und nephrologische Erkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krankheiten der Haut und Unterhaut (z.B. Neurodermitis)
  • Neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen
  • Onkologisch-hämatologische Erkrankungen
  • Orthopädische Erkrankungen (z.B. Skoliose)
  • Psychische und Verhaltensstörungen (z.B. AD(H)S, Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Entwicklungsstörungen)
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Weitere Erkrankungen (z.B. Zustand nach Organtransplantation, Spätfolgen von Corona/Post-Covid)

Letzte Aktualisierung: 01.07.2026