19.10.2018

Hilfe für Schüler mit einer Sprachstörung

Für Kinder mit einer Sprachstörung ist die Schulzeit meist belastend, sie schämen sich oft vor ihren Mitschülern und Lehrern. Eine Kinder- und Jugendreha kann für die betroffenen Schüler durchaus hilfreich sein.

©Monkey Business - Fotolia.com

Für viele stotternde Kinder und Jugendliche ist die Schulzeit belastend. Sie schämen sich für ihr unflüssiges Sprechen und fürchten negative Reaktionen darauf. Oder sie stehen unter Druck, weil sie ihr Stottern ständig verstecken. Stotternde Kinder oder Kinder mit einer anderen Sprachstörung bleiben oftmals im Unterricht unerkannt und werden dadurch falsch eingeschätzt.

Sprachstörungen, gleich welcher Form und Ursache, schränken Kinder in ihrer Lebensqualität und Entwicklung häufig ein. Neben schulischen Schwierigkeiten treten oft auch Störungen des Selbstwertgefühls und psychische Probleme auf. Eine frühbeginnende Sprachtherapie ist meist äußerst wirksam. Ergänzend kann eine Kinder- und Jugendreha helfen, die begleitenden Problematiken zu lindern oder sogar zu verhindern.

Welttag des Stotterns: Unterstützung für stotternde Schüler

Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) möchte mit einer neuen Website www.stottern-und-schule.de, die am 22.10. zum Welttag des Stotterns startet, zu der Redeflussstörung aufklären und beraten: Stotternde Schülerinnen und Schüler sehen, dass sie nicht allein sind und erhalten praktische Tipps, um in der Schule klarzukommen. Eltern erfahren, was sie tun können, um ihr Kind in der Schule zu unterstützen. Und Lehrkräfte finden auf der Seite praxisnahe Anregungen für den Umgang mit stotternden Kindern in ihrer Klasse. Die BVSS klärt auf der Homepage auch darüber auf, dass Stottern eine anerkannte Sprechbehinderung ist und Betroffene daher das Recht auf Nachteilsausgleich haben. Konkrete Lösungen und Maßnahmen, wie eine faire mündliche Benotung für Stotternde im Unterricht aussehen kann, liefert die Seite gleich mit.


Wenn ihr Kind unter einer Sprachstörung leidet, sprechen Sie mit Ihrem Kinder- und Jugendarzt auch über die Möglichkeiten einer Kinder- und Jugendreha.

äin-red
Quelle: BVSS-Pressemitteilung, Informationsmaterialien des Bündnis Kinder- und Jugendreha

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